Christine Boyer

Christine Boyer aka Mademoiselle C.

– kam durch einen Zufall zur Tour. In einem heißen, südfranzösischen Sommer vor mehr als zehn Jahren sah sie aus lauter Langeweile ihre erste Tour de France. Erst im folgenden Jahr, wieder heiß und französisch, wurde sie endgültig vom Tourfieber angesteckt. Die Tour 1998 sowie 1999 nutzte sie, um sich detailliertes Fachwissen anzueignen. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem damaligen „Tourteam“, das dem einzigen Mädchen der Combo immer gern mit hilfreichen Erklärungen zur Seite stand.

– ist toursüchtig. Seit sie 1996 mit dem Virus infiziert wurde, lässt sie keine Etappe aus. Einzig im Jahr 2002 wurde sie gezwungen, auf die Tour zu verzichten: Mademoiselle C. befand sich in einem Ausland, in dem man „le tour“ für übertragungsirrelevant hält. Hätte sie das vorher gewusst, sie wäre hier geblieben!

– hat keinen Fernseher. So sucht sie jedes Jahr kurz vor dem Prolog ein Fernseh-Asyl auf. Dies nahm schon wirre Formen an – man behauptet sogar, sie habe in großen Elektronikmärkten von ihrem 14-Tage-Umtauschrecht Gebrauch gemacht. Das ist natürlich nur eine böse Verleumdung! In ihrem Freundeskreis gehören Fernseher zur Grundausstattung. Und da ihre Toursucht dort inzwischen bekannt ist, gelingt es ihr jedes Jahr die große Schleife auch ohne eigene Glotze zu verfolgen. Sehnsüchtig wartet sie auf den Tag, an dem auch die Tour zum „Public-Viewing-Event“ wird!

– war Tippkönigin und ist stolze Besitzerin des Original-Tour-de-France-Trikots von Jens Voigt mit Widmung. Auf Anraten eines Bekannten nahm sie an einem Internet-Tippspiel teil und sagte die Etappensieger treffsicher voraus – eine gelungene Mischung aus Wissen und weiblicher Intuition! Daraufhin durfte sie Jens treffen, der ihr sein Trikot, seine Handschuhe und Original-Starternummern schenkte. Natürlich werden diese von Mademoiselle Christine in höchsten Ehren gehalten. Heute befinden sie sich übrigens in einem Bankschließfach in der Schweiz.

– bloggt seit 2006 die Tour! Denn im Jahr 1 p.A. (post Armstrong) sollte die Tour (eigentlich) endlich wieder eine richtige Tour werden. Christine Boyer eröffnete die TourEnBlog: Nichts und niemand wurde und wird von ihrer spitzen Zunge und Feder verschont. Unsere Autorin hofft auch dieses Jahr auf drei spannende Wochen und ist trotz der Hiobsbotschaften noch nicht bereit, auf die große Schleife zu verzichten!